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Hasen gehören
zur Ordnung Lagomorpha (Hasenartige) - und sind keine Nagetiere.
Diese
Ordnung umfasst jene vertraute Gruppe mit großen Ohren und weit
auseinanderliegenden Augen
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Allgemein

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Die Lagomorphen haben,
entweder von Natur aus oder infolge der Verschleppung durch den
Menschen, ein weite Verbreitung. Obwohl
sie typische Bewohner der Tundren, offenen Grasebenen, Felsgebieten
und Trockensteppen sind, leben einige auch in den Waldgebieten der
gemäßigteren Breiten, in den kalten Wäldern des Nordens und auch
in den Tropenwäldern. Hasen sind Einzelgänger. Sie graben keine
Bauten, sondern ducken sich in Mulden, die sie im hohen Gras scharren.
Hasen
sind den Nagetieren
ähnlich, jedoch unter anderem durch ein weiteres Schneidezahnpaar
im Oberkiefer von ihnen verschieden.
Hasen
und Kaninchen können sehr schnell (bis zu 80 km/h) sein und
können gut flüchten, weil sie im Zickzack laufen und Haken
schlagen.
Zu
den Hasen gehören Kaninchen
und die echten Hasen. Diese sind hauptsächlich Bewohner der Kultursteppen
und lichten Wälder.
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Der Feldhase (Lepus europaeus), der "Meister Lampe"
der Tierfabel, bis 76 cm
lang, lebt in fast ganz Europa
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Die Häsin (Setz- oder Satzhase) wirft 2-4 mal im Jahr
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Der männliche Hase heißt Rammler
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In Nordeuropa lebt der veränderliche Hase, der im Sommer braun,
im Winter weiß gefärbt ist
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Eng verwandt ist der auch nur im Winter weiße Alpenhase.
Hasen
und Kaninchen - Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Der
größte Teil der Körperwärme entweicht bei Hasen und Kaninchen über
die Ohren. Darum ist je nach Lebensraum die Ohrgröße unterschiedlich.
Die Hasen in der Wüste Arizonas haben beispielsweise große Ohren,
die ihnen Kühlung verschaffen. Schneehasen dagegen haben eher kleine
Ohren.
Hasen und Kaninchen
sind Verwandte. Kaninchen wurden gezähmt und zu Haustieren gemacht,
Hasen dagegen sind immer wild geblieben. Beide Arten haben sehr
lange Hinterbeine. Ihre Nagezähne wachsen während ihres ganzen Lebens
nach.
Hasen und Kaninchen
unterscheiden sich äußerlich stark. Ein Hase kann bis 76 cm lang
werden, das kleinere Kaninchen dagegen nur etwa 40 cm. Außerdem
haben Hasen viel längere Ohren und noch kräftigere Hinterbeine.
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Der
Pflanzenpate |

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Viele Pflanzen verdanken ihre Namen dem Hasen:
Hasenglöckchen
(Scilla), Hasenheide (Besenginster), Hasenklee (Trifolium), Hasenkohl
(Sauerkohl), Hasenkopf (Esparsette), Hasenlattich (Prenanthes purpurea),
Hasenohr (Bupleurum), Hasenpfötchen (z.B. Grasnelke), Hasenpilz
(Röhrlingspilze), Hasenschwanz (Samtgras). |
Hasenartige |
Ordnung Lagomorpha
2 Familien
12 Gattungen
59 Arten |
Artenschutz:
Das Sumatra-Kaninchen ist selten. Folgende Arten werden in
der Roten Liste für bedrohte Säugetiere der IUCN
als gefährdet angesehen: Borstenkaninchen, Amami-Kaninchen, Vulkan-Kaninchen.
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Kopf-Rumpf-Länge |
Schwanz-Länge |
Gewicht
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Kleinste
Art
Steppenfpeifhase
(Ochotona pusilla) |
18 cm
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75
- 210 g |
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Größte
Art
Europäischer Hase
(Lepus europaeus) |
50 -
76 cm |
7-
12 cm |
2,5 -
5,0 kg |
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Der
Schneehase |
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Wenn
es geschneit hat und die Tiere kein Gras finden, fressen sie auch
Rinde. Der
Schneehase ist ein Gebirgsbewohner und unterscheidet sich vom Feldhasen
dadurch, dass er im Winter weiß wird. Schweizerische
Forscher halten es für wahrscheinlich, dass es sich um ein Ausbleichen
der Haare handelt, das dem Altersergrauen der Menschen ähnlich sei
und wie dieses durch eine Anreicherung von Säure in der Haut verursacht
werde. Im Frühjahr erfolgt dann ein Haarwechsel. Der
Schneehase hat im Winter dicke Fellbüschel an den Beinen. Sie verhindern,
dass er im Schnee einsinkt. Wie kam er zu diesen Schneeschuhen?
Sage
von den Schneeschuhen
Als
die Welt noch neu war, kämpfte der mächtige Jäger Michabou gegen
den Geist der Bären um die Herrschaft im Norden. Der
Hase half dem Bären: Er stahl Michabou die Schneeschuhe, als dieser
schlief. Als Michabou erwachte, versank er im tiefen Schnee und
konnte nicht weitergehen. Müde gab er schließlich den Kampf auf.
Der Hase aber durfte als Belohnung die Schneeschuhe behalten. |
Mehr
Legenden und Sagen |

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Legende
der eierlegenden Osterhasen
Die hasenköpfige Ostara war die heidnische Göttin des Frühlings.
Ihr Lieblingstier war natürlich der Hase, darum bringt man ihn noch
heute mit dem ersten Fest des Frühlings in Verbindung. Im frühen
Christentum verschlechterte sich der Ruf des Hasen. Er galt wegen
seiner Fruchtbarkeit als leibhaftiges Symbol für Unzucht und unnatürliche
Geschlechtslust.
Papst Zacharias verbot deshalb im Jahre 751 sogar den Verzehr von
Hasenfleisch, weil der Teufelsbraten für den keuschen Christen eine
Gefahr darstellte. Doch der fruchtbare Hase ließ sich durch die
christliche Verdammung nicht aus dem Oster-Brauchtum vertreiben.
Es gelang ihm
sogar im Laufe der Jahrhunderte, alle "eierbringenden"
Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen, so dass er im heutigen Oster-Brauchtum
zum alleinigen Eierbringer geworden ist.
Dass
aber der Hase die Ostereier legen soll, hat eine andere Geschichte.
Vielleicht die, dass der Regenpfeifer seine Eier in leere Hasenmulden
legt.
Von
der Sage, wie Frösche den Hasen das Leben retteten
Die
Hasen hatten Angst. Sie waren umgeben von Feinden: Menschen, Hunde,
Raubvögel und andere.
Sie
hielten Rat und beschlossen nach langen Reden, dass sich sich alle
umbringen wollten. Die Hasen rannten auf einen nahe gelegenen Teich
zu, um sich zu ertränken. Dabei
erschreckten sie Frösche, die aufgeregt ins Wasser sprangen.
Vor
lauter Freude, dass sie ein Tier gefunden hatten, das sich vor ihnen
fürchtete, fanden die Hasen ihren Lebensmut wieder. "Kopf-hoch"-Geschenkband-Buchtipp
bei amazon. |
Mehr
Glauben und Religion |

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Der
schwierige Hase im chinesischen Horoskop
Der
Hase ist eines der schwierigsten Tiere unter den zwölf Tierkreiszeichen
des chinesischen Horoskops. Hasen sind meist freundlich und süß
und selbstverständlich beliebte Leute... Mehr bei Chinalink
Hexen
in Hasengestalt?
Im
Mittelalter glaubte man, dass sich Hexen in Hasen verwandeln können.
Fand man einen verletzten Hasen, so dauerte es nicht lange, bis
man eine Hexe mit einer ähnlichen Verletzung fand. Im Jahre 1662
soll eine wegen Hexerei angeklagte Frau während ihres Prozesses
ausgerufen haben: "Als Hase werde ich gehen, mit aller Sorge
und Furcht. Doch in Teufels Namen werde ich wieder zurückkommen."
In
den Volksmärchen Westafrikas gilt der Hase als Mogler und Betrüger.
Auch bei Prärie-Indianern hatte er keinen guten Ruf. Noch heute
rankt sich viel Aberglauben um den Hasen. |
Hilfe
für Feldhasen |

(Antijagd!
externer Linktipp)
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aus
dem tierdach-Gästebuch, 15. August 2002:
"Ich
möchte gerne Hilfestellung für Feldhasen leisten und habe
mich daher schlau gemacht, wie man den Tieren am besten helfen kann.
Wer also ein verwaistes Tier finden sollte, nimmt am
besten mit mir Kontakt auf. Ich
helfe weiter. Bitte auf alle Fälle mitteilen, in welcher Stadt
man ist und auch Telefonnummer angeben. Mailing ist oft nicht so
gut, denn ich sitze natürlich nicht immer vor dem Internet.
Anrufen geht schneller. Vielleicht bis bald, viele Grüße"
Birgit de Levie, Scholleite 10, 91235 Hartenstein
0172/8572273, oder 09152/921444, E-Mail,
Homepage |
Spaziergang
durch die
tierdach-Nagetierseiten |
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tierdach.de
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Tierschutz, Tierrechte - News, Linktipps, Service.
Für die Tiere ohne Lobby.

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im IfT - Internetzwerk für Tiere
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